Hunderttausende Zuschauer hielten Samstagabend (28.3.) während der TV-Sendung „Mei liabste Weis“ mit Franz Posch den Atem an: Der Grazer Startrompeter Toni Maier (77) spielte live den Erzherzog Johann Jodler, lupenrein und sensationell gut – eben ein Vollprofi durch und durch. Plötzlich, es war schon gegen Ende seines Auftritts, stockte er, griff sich an die Brust und sagte „Mein Defibrillator hat angeschlagen“. Dann sackte er zusammen und wurde von Posch und einem anderen Musiker gestützt und niedergesetzt. Die Sendung wurde unterbrochen und es lief ein Film.
Wenige Minuten später gab Franz Posch, etwas bleich im Gesicht, aber ohne die Fassung zu verlieren, Entwarnung: Dem Toni gehe es besser, Sanitäter hätten sich um ihn gekümmert. Aufatmen im Publikum und vor den Bildschirmen! Im Laufe des Abends erfuhr man aus den Internetseiten der großen Zeitungen, darunter auch ausländische, dass es Maier besser gehe. Auf orf.at suchte man vergeblich nach einer Meldung über den dramatischen Vorfall.
Zum Glück scheint die Sache gut ausgegangen zu sein und wir alle wünschen Toni das Allerbeste. Ein schaler Nachgeschmack bleibt trotzdem: Muss man einen herzkranken 77-Jährigen live ein so schweres Musikstück vor laufender Kamera spielen lassen? Immerhin hat der Mann ja sicher auch mehrmals geprobt und die Scheinwerferhitze im Veranstaltungslokal in Puch bei Weiz hat zusätzlich seinen Organismus belastet.
Aber natürlich: Was ein gstandener Musiker wie Toni Maier ist, der geht so ein Risiko ein und allein dafür gebührt ihm allerhöchste Anerkennung!

