Kärnten. Meli Stein aus Klagenfurt begann ihre musikalische Laufbahn vor fünf Jahren. Ihre erste Single trug den Titel „Frei sein“, danach folgten „Du stehst auf mi“ und „Zechprellerin“. Die Musikpost traf Meli Stein 2023 zum ersten Mal in St. Pölten und berichtete damals ausführlich im Magazin. Seitdem hat die Kärntnerin viel erlebt – Schönes, Schwieriges und einiges, das sie geprägt hat.
Stillstand kennt Meli Stein nicht. Trotzdem wurde es in den vergangenen Monaten etwas ruhiger um sie. Die Pause hatte persönliche Gründe. „Ich hatte einige wichtige Entscheidungen zu treffen“, sagt sie. Dazu kamen körperliche Beschwerden. Im Jahr 2025 folgte außerdem ein schwerer Fahrradunfall, der sie zusätzlich ausbremste. „Das Leben hat mich sozusagen eingebremst und wachgerüttelt und ich wusste: So kann es nicht weitergehen“, erzählt die Sängerin.Besonders das letzte halbe Jahr beschreibt sie als herausfordernd. In dieser Zeit sei sie weitgehend auf sich allein gestellt gewesen. Rückblickend sieht sie diese Phase aber auch als Wendepunkt. „Ich hatte mich die letzten Jahre ziemlich verloren und habe mich nun wiedergefunden“, sagt sie. Diese Erfahrungen verarbeitet sie derzeit auch in einem Buchprojekt.
Die Musik blieb während ihrer Auszeit ein fester Bestandteil ihres Lebens. „Musik ist mein Leben. Ohne Musik geht gar nichts“, betont die Klagenfurterin. Untätig war sie in der ruhigeren Phase nicht: Nach eigenen Angaben sind rund 20 neue Songtexte entstanden. Geplant sind weitere Songs, Auftritte und zusätzliche Projekte. Zu viel verraten möchte sie derzeit aber noch nicht. „Ich behalte die Dinge lieber für mich und überrasche meine Fans“, sagt sie.Auch die Arbeit selbst hat für Meli Stein viele Seiten. Sie liebt die Bühne, aber ebenso die Zeit im Studio. „Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, aber ich liebe es auch, mich im Studio auszuprobieren“, erklärt sie. Dort könne sie neue Lieder einsingen, Ideen entwickeln und an Produktionen mitarbeiten.
Mit ihrer neuen Single „Mei i bin holt a Frau“ setzt sie auf Lebensfreude, Leichtigkeit und Humor. Inhaltlich geht es um Frauen, die nicht jeden Tag gleich sein müssen, ihre Meinung ändern dürfen und ihre eigenen Grenzen setzen. „Es ist okay, nicht jeden Tag das Gleiche zu wollen. Es ist okay, sich im Leben auszuprobieren. Es ist okay, nicht jeden Tag gut drauf zu sein. Es ist okay, Grenzen zu setzen“, sagt die Sängerin. Mit dem Lied möchte sie vor allem Frauen ansprechen, die sich in diesen Gedanken wiederfinden. „Ich wünsche allen Frauen, dass sie stark genug sind, für sich einzustehen, Grenzen zu setzen und den Mut haben, ihr eigenes Leben zu leben“, sagt sie. Musikalisch kommt die neue Single positiv und eingängig daher. Der Rhythmus ist leicht und gut, der Refrain bleibt im Ohr. „Mei i bin holt a Frau“ ist ein Song, der mit Humor arbeitet, aber gleichzeitig eine klare Botschaft transportiert. Zu Downloaden oder streamen ist das Lied auf iTunes, Amazon, Spotify etc. Auch das Musikvideo ist sehenswert.
Ein erstes Album schließt Meli Stein für die Zukunft nicht aus. Derzeit möchte sie sich jedoch vor allem auf einzelne Singles konzentrieren, da Musikproduktionen mit hohen Kosten verbunden sind. „Natürlich wäre es ein großer Traum, aber ich denke, ich konzentriere mich erstmal auf eine Single nach der anderen“, sagt sie.
Als persönliches Motto: „Lass dir dein Leuchten nicht nehmen, nur weil es andere blendet.“ Für die kommende Zeit plant die Klagenfurterin, wieder stärker musikalisch aktiv zu sein und ihre neuen Projekte Schritt für Schritt zu veröffentlichen. Wir sind gespannt.
Maximilian Schwertführer

