AKM-Präsident Vieweger: “Die Lage ist so düster wie nie zuvor”

COVID-19 hat auch in Österreich für massive Einnahmenrückgänge bei den Kreativschaffenden gesorgt. UrheberInnen und Musikverlage erhalten im Lauf dieses Jahres die für das Vorjahr anfallenden Tantiemen ausbezahlt und müssen von einer Reduktion der Verteilungssumme um 20,2% auf 85,2 Millionen € ausgehen. Die Sparte Live-Aufführungen erreicht mit einem Minus von 70% einen Negativrekord. Für 2021 wird aufgrund der anhaltenden Beschränkungen im Kulturbereich erneut eine rückläufige Umsatzsumme von 86,3 Millionen € (- 9,8 % vs. 2020) erwartet, die somit um mehr als 25% unter den Umsatzzahlen von 2019 liegt.

AKM-Präsident Peter Vieweger, Foto: AKM

Gemeinsam die Zukunft meistern

Die Kultur- und Kreativwirtschaft wurde von der Pandemie äußerst hart getroffen und es wird Jahre dauern, bis sie sich von den Auswirkungen erholt. Im Namen ihrer 27.000 Mitglieder, der RechteinhaberInnen von musikalischen Werken, ruft die AKM die Regierungsparteien abermals auf, die Unterstützungsleistungen für Musikschaffende ihrer wirtschaftlichen Bedeutung entsprechend zu erhöhen und die Kreativschaffenden als Multiplikatoren für die Zukunft zu nutzen.

Peter Vieweger, Präsident AKM: „Die Lage für Kreativschaffende ist so düster wie nie zuvor. In Anbetracht der herausragenden wirtschaftlichen Bedeutung des Kultur- und Kreativbereichs für die europäische und auch österreichische Wirtschaft fordern wir adäquate Unterstützung für die UrheberInnen und Musikverlage, damit sie nach der erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie ihr kreatives Potential neu entfalten und mit ihrem künstlerischen Schaffen die Gesellschaft wieder zusammenbringen können.“

Gernot Graninger, Generaldirektor AKM: „Neben adäquaten finanziellen Mitteln zur Überbrückung der Krise spielen die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Kultur- und Kreativwirtschaft und das wirtschaftliche Überleben der RechteinhaberInnen eine zentrale Rolle. Die Novelle des Urheberrechts steht vor der Tür, die UrheberInnen benötigen dringend einen zeitgemäßen und effektiven Schutz ihrer Leistungen, vor allem im immer stärker wachsenden digitalen Umfeld.“

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