ASDVS: „Gabalier“ fliegt raus, schreiender Wolf steigt auf

Wolfgang Lindner jun. mit den Oberkrainer Dirndln

Nur ein Mercedes ist ein Mercedes. Und nur ein Andreas Gabalier ein Andreas Gabalier. Kopien haben kein Chance. Vor allem, wenn sie schlecht sind. 

Ein 20-jähriger Steirer trat mit dem Gabalier Titel „So liab hob i di“ beim 2. Casting des großen Volksmusikwettbewerbs ASDVS in Krieglach auf. Und fiel mit Bomben und Granaten durch. Lederhose und rot-weißkariertes Hemd waren da einfach zu wenig, die Stimme von der des Originals um Lichtjahre entfernt, wie die Jury befand.

Doch die meisten der 30 Starter schafften souverän den Einzug in die regionale Vorausscheidungsrunde. 

Wie zum Beispiel „Da Nötzli mit der Chlötzli“. Der Schweizer Julius Nötzli (54) war mit seiner sensationellen Kastagnetten Show schon bei Dieter Bohlen zu Gast, diesmal kam er extra 9 Stunden mit dem Zug angereist, um bei ASDVS (Austria sucht den Volksmusik Star) dabei sein zu können.

Geschwister Mißebner mit Jurorin Amalia Pfundner, Foto: Sepp Hofmüller

Oder das Mißebner Trio aus Langenwang. Die drei Geschwister Klara (11), Bruno (14) und Felix Mißebner (16) versetzten mit dem Slavko Avsenik Lied „Für meine besten Freunde“ und grandioser Beherrschung der Instrumente die Jury in helle Begeisterung.

Viele tolle Musikerinnen und Musiker, darunter zahlreiche ganz junge, zeigten ihr Talent und konnten sich eine gelbe Urkunde für den Aufstieg sichern. 

Vor Lachen fast zerrissen hat es die Fachjury (Margret Almer, Amalia Pfundner, Wolfgang Lindner jun. und Lothar Schwertführer), als Manfred Hieslinger, das „Nationalpark Urvieh“ aus dem Kärntner Mölltal, auftrat. Er sang, sich selbst auf der Gitarre begleitend, die Wolfs-Polka, ein einziges Wolfsgeschrei, bei dem dem 48-Jährigen fast der Schädel zu zerspringen drohte. Nicht extrem musikalisch, aber eine tolle, lustige Show. „Aus Dir mach ich einen Star“, meinte Wolfgang Lindner jun.

Nationalpark Urvieh Manfred Hieslinger, Foto: Sepp Hofmüller

Tapfer gab sich der erst 13-jährige Stefan Rath aus dem Bezirk Leibnitz. Trotz gebrochenem Schlüsselbein trat er zusammen mit seiner Band, den „Gasgebern“ auf und blies in sein Bariton. 

Auch Slowenien war wieder vertreten. Die vier Oberkrainer Dirndln punkteten mit ihrem eigenen Lied „Nichts kann so schön wie die Heimat sein“, eine Hommage an Slowenien.

Am 5. Mai in Wolfsberg und am 12. Mai in Krieglach finden die Vorausscheidungen statt. Und da darf man sich auf einiges gefasst machen. 

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